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„Madaus-Gartenland“ muss grün bleiben

Im Kölner Ost lässt sich immer wieder die Phantasielosigkeit Kölner Baupolitik beobachten. Diesmal in Neubrück. Hier will die GAG die Grünfläche zwischen Neubrücker Ring und Rather Kirchweg, das sogenannte „Madaus-Gartenland“, mit knapp 700 Wohnungen versiegeln. GUT & KLIMA FREUNDE wolle diese Fläche als Grünfläche erhalten.

Kaltluftschneise und „Immergrün“

Das „Madaus-Gartenland“ dient u.a. als sogenannte „Kaltluftschneise“ – nachts strömt kalte Luft aus dem Königsforst nach Neubrück und kühlt in den Sommermonaten diesen wegen seiner starken Versiegelung häufig recht heißen Stadtteil. Zudem sind im „Masterplan Stadtgrün“ Teile des Geländes als „Potenzialgrün“ und als „Immergrün“ ausgewiesen. Das Ziel des „Masterplan Stadtgrün“ ist es, die Kölner Grünflächen zu sichern, weiterzuentwickeln und gerecht zu verteilen. Unbedingt schützenswert sind alle Flächen in der Kategorie „Immergrün“. Der Masterplan Grün wird mit den Plänen der GAG sträflich missachtet.

Verkehrschaos befürchtet

Gegen die Bebauungspläne für das „Madaus-Gartenland“ sprechen aber nicht nur Klimaschutz und Ökologie. Die Bürgerinnen und Bürger vor Ort hatten bisher keinerlei Möglichkeit, ihre Vorstellungen und Wünsche einzubringen. Eine Bürger:innen-Befragung wurde in der Bezirksvertretung Kalk abgelehnt. Vor allem der zunehmende Auto-Verkehr bereitet den Neubrücker:innen Sorge: Die lange geplante Straßenbahn, die die Straßenbahnlinien 1 und 9 verbinden würde, steht bei der KVB auf der Prioritätenliste nicht sehr weit oben. Der Stadtteil ist ausschließlich über eine Buslinie angebunden. Die Befürchtung im Autoverkehr zu ersticken, ist nicht von der Hand zu weisen.

Daher lehnen GUT & KLIMA FREUNDE die geplante Bebauung des „Madaus-Gartenland“ ab.

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